Lager der Neandertaler

Wildbeuter mussten mobil sein und hatten deswegen Zelte als Behausungen. Höhlen gab (gibt) es ja nicht überall.

Der Kern für das Thema Steinzeit ist der Siegsdorfer Höhlenlöwe. Das fast vollständige Skelett zeigt an mehreren Stellen Schnittspuren von Feuersteinmessern und wurde auf ca. 47.000 Jahre datiert. Damit fällt es in die Zeit der Neandertaler, die im damals eisfreien Chiemgau unterwegs waren.
Vom steinzeitlichen Leben sind oft nur wenige Dinge aus Stein erhalten geblieben und erschweren uns einen genauen Einblick in die damalige Lebensweise.

Austellung

Die kleine Ausstellung - in einer Höhle präsentiert - zeigt ein ganzes Spektrum frühgeschichtlicher Funde. Von den Knochenspitzen und groben Feuersteinklingen der Wildbeuter und Sammler bis hin zu den kunstvollen Gerätschaften der jungsteinzeitlichen Bauern. Das Paradestück ist ein im Chiemgau gefundenes Kupferbeil der Marke 'Ötzi'.

Siegsdorf

: Eine Pfeilspitze aus norditalienischem Feuerstein wurde am Auhögl bei Freilassing gefunden.

Steinzeit Siegsdorf

ist Teil des Museums und hat sich zur Aufgabe gemacht dieser spannenden Zeit wieder Leben einzuhauchen. In den großen Fenstern der SteinZeitWerkstatt lagern die ungewöhnlichen Werkzeuge und Materialien: Felle, Feuersteine, Hörner und Geweihe, Reibsteine, Knochen und Feuerbohrer. In den Räumen werden ganzjährig Workshops für Schulen, Kindergeburtstage u. v. m. durchgeführt. Der direkt am Museum angelegte SteinZeitGarten, mit Feuerstelle und Höhle bildet die ideale Kulisse für eine kleine Zeitreise zurück in die Steinzeit. Den ganzen Sommer über finden dort Aktionstage statt. Alle Besucher sind dann eingeladen - ohne Anmeldung und ohne Aufpreis - mitzumachen und für einen Tag die faszinierende Welt der Steinzeit zu erleben. Mehr Infos ...


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