Eiszeit im Rosenheimer Land

Der Oberbayerische Inn-, Prien- und Chiemsee-Gletscher begann vor ca. 21.000 Jahren phasenweise abzuschmelzen. Die dabei entstandenen Geländeformen, wie Zungenbecken, Moränen und Entwässerungstäler (die „glaziale Serie“) prägen heute das gesamte Gelände zwischen Miesbach und Traunstein, zwischen Haag i. Obb. und Rosenheim. Der Film zeigt mit Animationen, wie man sich die Abläufe dieser Landschaftsentstehung vorstellen darf.

Der Siegsdorfer Höhlenlöwe

Der Siegsdorfer Höhlenlöwe gehört zu den größten Seltenheiten. Mit der Radiokarbonmethode wurde das Alter des Siegsdorfer Höhlenlöwen auf ca. 47.000 Jahre bestimmt. Absolut außergewöhnlich sind die Schnittspuren auf seinen Knochen. Sie stammen nachweislich von Feuersteinklingen steinzeitlicher Jäger und Sammler.

Siegsdorfer Höhlenlöwe

Der Siegsdorfer Höhlenlöwe. © Josef Reiter, Aschau i. Ch.

Die Orginalknochen

Die Originalknochen des Siegsdorfer Mammuts. © Josef Reiter, Aschau i. Ch.

Die Originalknochen des weltberühmten Siegsdorfer Mammuts sind das Kernstück der Eiszeitabteilung. Skelette, Bilder und Dermoplastiken weiterer vor Ort gefundener Eiszeittiere ergänzen die Ausstellung.

Eiszeitmodell mit Chiemsee

Vor ca. 15.000 Jahren entstand der Chiemsee. Ein Landschaftsmodell zeigt den See im eiszeitlichen Chiemgau. Drei große Gletscher prägen das Bild. Salzach, Tiroler Ache und Inn fließen heute in den damals entstandenen Geländestrukturen. Der kleinere Prien-Gletscher wird dazwischen kaum wahrgenommen.

Modell des Chiemsees. Dipl. Geograph Toni Mair † /Schweiz


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